LibreOffice Chronik

Die Geschichte von LibreOffice und den Vorgängern...

 

1985

Star-Writer I, geschrieben von Marco Börries wird veröffentlicht, zunächst für CP/M auf dem Armstrad CPC (Schneider CPC), und ein Jahr später für DOS.

StarDivision wird in Lüneburg gegründet.




1991

StarWriter 5.5 mit integriertem StarWriter Compact 2.0 (siehe unten) wird veröffentlicht.

 


1992

StarOffice 1.0 wird veröffentlicht, das StarWriter, StarBase und StarDraw in einem Paket zusammenfasst.
 


1994

StarWriter 2.0 wird für Windows, OS/2, Mac OS und Solaris (SPARC) veröffentlicht.


 

1995

StarOffice 3.0 wird veröffentlicht, weiterhin für Windows, OS/2, Solaris und Mac OS.



1996

StarOffice 3.1 wird veröffentlicht, erstmals auch für Linux i386.



1999

Sun Microsystems kauft StarDivision für 73,5 Millionen $.


 

2000

StarOffice 5.2 wird zum freien Download für den privaten Einsatz veröffentlicht.

Sun Microsystems gibt den Quellcode von StarOffice frei, damit
OpenOffice.org
erstellt werden kann.




2001

OpenOffice.org XML, das von der Office-Suite benutzte Standard-Dateiformat, wird beim OASIS Konsortium eingereicht. Dieses wird später zum
Open Document Format (ODF)
weiterentwickelt.



2002

OpenOffice.org 1.0 wird veröffentlicht.



2003

OpenOffice.org 1.1 wird veröffentlicht. Es gibt einen Ein-Klick-Export in das PDF-Format und die Möglichkeit Präsentationen in das Shockwave-Flash-Format (SWF) zu exportieren. Auch Erweiterungen (add-ons) durch Dritte sind möglich.



2005

OpenOffice.org 2.0 wird veröffentlicht. Das Open Document Format (ODF) ist das Standard-Dateiformat. Es gibt Verbesserungen bei der Leistungsfähigkeit, der Speichernutzung und bei der Unterstützung von Skript-Sprachen.

(Benutzeroberfläche von Writer in der Version 2.0 von OpenOffice.org)



2008

OpenOffice.org 3.0 wird, auf MacOS X erstmals auch mit der vom Mac bekannten Benutzeroberfläche, veröffentlicht. Die Version 1.2 des OpenDocument-Formats (ODF) wird unterstützt. Ein Import von OOXML-Dateien ist möglich. Und es gibt ein neues Start Center:




2009

Oracle kauft Sun Microsystems für 7,4 Milliarden $.



2010

The Document Foundation wird durch Mitglieder der OpenOffice.org-Gemeinschaft (community) angekündigt. Sie wird eine gemeinnützige, unabhängige, selbst verwaltende und demokratische Stiftung, um die Entwicklung von Open-Source-Office-Software zu unterstützen. Die Gründung erfolgte 2012 in Berlin. Das Hauptprojekt der Stiftung ist LibreOffice, eine Abspaltung (fork) von OpenOffice.org.




2011

Die erste Version von LibreOffice wird öffentlicht. In Kontinuität zu OpenOffice.org erhält sie die Versionsbezeichnung 3.3. Der Import von Bildern im SVG-Format (Vektorgrafik-Format) wird unterstützt. Neue und verbesserte Import-Filter für Dateiformate von Microsoft Word, Lotus Word Pro, WordPerfect und PowerPoint sind verfügbar.

(Benutzeroberfläche der Tabellenkalkulation Calc der Version 3.3 von LibreOffice)

Oracle beendet die Entwicklung von OpenOffice.org und übergibt die Markenrechte an die Apache Software Foundation.

In Dänemark entscheiden sich 13 Krankenhäuser in der Region Kopenhagen zukünftig keine firmenspezifische (proprietary) Office Suite mehr zu benutzen und stattdessen LibreOffice auf annähernd 25.000 PCs einzusetzen.

LibreOffice 3.4 wird veröffentlicht. Die Speichernutzung ist optimiert, das Programm ist von unnötigem Code befreit worden, die Integration von GTK+-Themes ist verbessert und die Abhängigkeit von Java ist vermindert worden.

Die erste LibreOffice-Konferenz findet in Paris statt.




2012

MIMO, Frankreichs interministerielle Arbeitsgruppe zu freier Software beginnt mit der Installation von LibreOffice auf fast allen 500.000 Arbeitsplatz-PCs in den französischen Ministerien, darunter den Ministerien für Energie, Verteidigung, Inneres, Bildung und Finanzen.

LibreOffice 3.5 wird veröffentlicht. Neu sind ein eigener PostgreSQL-Treiber für Datenbanken, der Import von Microsoft-Visio-Dateien (.vsd), die Unterstützung der AES-Verschlüsselung für ODF-Dateien und die Installation per msi-Datei auf Microsoft-Windows-Systemen.

Veröffentlichung von LibreOffice 3.6. In Calc werden Farbskalen und Datenbalken bei der bedingten Formatierung unterstützt, die Anzahl der Wörter eines Writer-Dokumentes werden in der Statusleiste angezeigt und in Impress gibt es 10 neue Masterfolien.

Die zweite LibreOffice-Konferenz wird in Berlin durchgeführt.




2013

LibreOffice 4.0 wird veröffentlicht. Der Im- und Export von mathematischen Formeln in RTF-Dateien ist jetzt möglich, es gibt neue Importfilter für Microsoft-Publisher-Dateien, die Ladezeiten von XLSX-Dateien sind verbessert worden und das CMIS-Protokolls für den Zugriff auf Dokumente in Content Management Systemen wird jetzt unterstützt.

(Writer-Benutzeroberfläche LibreOffice 4.0)

Die Verwaltung der spanischen Region Valencia, dabei insbesondere auch die Schulen und Gerichte, schließt die Umstellung aller 120.000 PCs auf LibreOffice ab.

LibreOffice 4.1 wird veröffentlicht. Es gibt eine neue Seitenleiste, Farbverläufe als Hintergrund von Textrahmen sind möglich, Schriftarten können in Dokumente eingebettet werden und ein Export von Diagrammen in das Open-Document-Format für Diagramme (ODC) ist möglich.

In diesem Jahr findet die LibreOffice-Konferenz in Mailand statt.



2014

Veröffentlichung von LibreOffice 4.2. Es gibt ein neues Start Center mit einer Auflistung der zuletzt verwendeten Dokumente, die Leistungsfähigkeit von Calc wurde deutlich verbessert und Importfilter für Apple Keynote (Präsentationsprogramm) und AbiWord (Textverarbeitung) Dateien wurden hinzugefügt.

(Writer-Benutzeroberfläche LibreOffice 4.2)

Die Document Foundation kündigt das Document Liberation Project an. Es ist Ziel dieses Projektes, allgemein verwendbare Filter zu entwickeln, mit denen firmenspezifische (proprietary) Dateiformate von Open-Source-Anwendungen im- und exportiert werden können. 

Video über die Ziele des Document Liberation Project (englisch):


Die französische Stadt Toulouse gibt bekannt, dass sie durch die Einführung von LibreOffice auf Tausenden von Rechnern 1 Million € eingespart hat.

Die Verwaltung des Vereinigten Königreichs  (Großbritannien und Nordirland) legt das Open Document Format (ODF) als Standardformat für ihre Dokumente fest.

LibreOffice 4.3 wird veröffentlicht. Der Im- und Export von Formen und Textrahmen in Dokumenten im docx-Format ist verbessert, ebenso der PDF-Import. Der Standard Symbolsatz Tango ist modernisiert worden. Kommentare können am Seitenrand ausgedruckt werden und die maximale Anzahl von Zeichen eines Absatzes in Textdokumenten ist von 65.535 auf mehr als 2 Millionen erhöht worden.

Die LibreOffice-Konferenz findet in Bern in der Schweiz statt.




2015

LibreOffice 4.4 wird veröffentlicht. Direkte Online-Verbindungen von LibreOffice zum Cloud-Speicherdienst OneDrive und zum Content Management System SharePoint sind möglich. Der Import von Adobe PageMaker Dateien und eine digitale Signierung von PDF-Dokumenten wurden realisiert. Und auch die Benutzeroberfläche ist deutlich verbessert worden.

LibreOffice 5.0 wird veröffentlicht. In der Seitenleiste können Vorschauen der Formatvorlagen angezeigt werden. In 22 Sprachen werden Emojis unterstützt. In Writer können Abbildungen zugeschnitten werden. Hervorhebungen und Schatten von Microsoft-Word-Dokumenten bleiben jetzt erhalten und es gibt neue Darstellungen von Datenbalken bei der bedingten Formatierung in Calc.

(Vorschau der Formatvorlagen in Writer)

Das italienische Verteidigungsministerium kündigt die Installation von LibreOffice auf 120.000 PCs an.

Die fünfte LibreOffice-Konferenz findet in Aarhus (Dänemark) statt.


Die Verwaltung der französischen Stadt Nantes kündigt an, auf 5.000 PCs LibreOffice zu benutzen und damit die IT-Kosten der Stadt um 1,6 Millionen Euro zu senken.

Der Verwaltungsbezirk Yi-Lan in Taiwan führt LibreOffice auf 9.000 PCs ein.



2016

LibreOffice 5.1 wird veröffentlicht. Die Benutzeroberfläche wurde verbessert und neu strukturiert. Es gibt neue Importfilter für Dateien im Gnumeric-, Microsoft-Write- und Apple-Keynote-Format. In Writer kann zur besseren Nutzung des Arbeitsbereiches der Raum zwischen den Seiten ausgeblendet werden. In Impress können Objekte in ihrer Größe aneinander angepasst werden.

Video zu den neuen Funktionen in Writer der Version 5.1:


Die Polizei in Litauen wechselt auf 8.000 PCs zu LibreOffice.

Zertifizierte Entwickler beginnen mit der Zusammenführung von LibreOffice Online und Filesharing-Produkten auf Open-Source-Basis, um cloud-basierte Versionen von LibreOffice anbieten zu können. 

Veröffentlichung von LibreOffice 5.2. Es gibt für Writer und Calc jetzt gefüllte Zeichnungsformen. Neue Bildschirm-Layouts mit einer einzigen Symbolleiste wurden hinzugefügt, um den Arbeitsbereich zu vergrößern. Die Infotexte für Funktionen in Calc beschreiben Syntax und Argumente, und Dokumente im Microsoft-Word-für-DOS-Format können eingelesen werden.

Video zu den neuen Funktionen der Version 5.2:


Dieses Jahr fand die LibreOffice-Konferenz in Brünn in der Tschechischen Republik statt.




2017

LibreOffice 5.3 wird veröffentlicht. Neu sind Formatvorlagen für Tabellen in Writer und es gibt neue Optionen in Calc beim Verbinden nicht-leerer Zellen. Verbessert wurde die Benutzung von Farben und Farbverläufen und in Impress wurden die Vorlagen überarbeitet. Dies ist ebenfalls die erste Version von LibreOffice Online, um Dokumente mit LibreOffice gemeinschaftlich (collaborative) zu erstellen und zu bearbeiten. 

4 Videos (Allgemein, Writer, Calc, Impress) über neue Funktionen der Version 5.3 (englisch mit deutschen Untertiteln):


LibreOffice 5.4 wird veröffentlicht. Die Kompatibilität zu anderen Dateiformaten ist weiter verbessert worden. Dies gilt auch für Pivot-Diagramme in Calc. Benutzerdefinierte Wasserzeichen können in Textdokumente eingefügt werden. Unter Linux können OpenPGP-Schlüssel zur Verschlüsseln von ODF-Documenten verwendet werden.

Videos über neue Funktionen der Version 5.4 (englisch mit deutschen Untertiteln):



Soweit unsere Geschichte – Dabei wird es nicht bleiben...